Die Präsidentschaftswahl und die „Mündikeit“ der Bürger

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May 10, 2016 by apaubxl

Wie oft haben wir seit dem 24. April nun gehört, dass jemand oder eine Partei keine Wahlempfehlung abgeben möchte, weil die Bürger doch „mündig genug“ seien um selbst zu entscheiden. Nun hat eine Wahlempfehlung aber rein gar nichts mit Mündigkeit zu tun. Jeder wahlberechtigte Bürger ist per definitionem „mündig“. Unmündige Bürger haben gar kein Wahlrecht. Was heißt also „mündig genug“? Dürfen „halbmündige“ Personen eigentlich auch wählen? Oder durften sie vielleicht früher wählen? Bei der Frage nach Wahlempfehlungen geht es also nicht darum ob jemand mündig oder nicht mündig ist.

Liebe Parteien, liebe Frau Griss und alle anderen die keine Empfehlung ob der Mündigkeit der Bürger abgeben wollen, Sie wurden nach Ihrer Meinung gefragt bezüglich der Wahl am 22.Mai und nicht darum gebeten jemandem zu diktieren was er/sie zu tun habe. Sie wurden also nicht in die Rolle des „Sachwalters“ Ihrer Mitglieder, Sympathisanten oder all derer die sich für Ihre Meinung interessieren könnten, gehoben, sondern einfach nur darum gebeten Ihre Meinung zu präsentieren. Man erwartet sich heute von Politikern nicht vieles, aber dass sie eine Meinung haben, kann man sich wohl doch noch erwarten. Wenn Sie jedoch keine Meinung dazu haben ob Van der Bellen oder Norbert Hofer der bessere Bundespräsident für Österreich sind, dann stellt sich mir die Frage „Sind Sie eigentlich mündig genug um in der Politik tätig zu sein?“.

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